Station auf dem Global Goals Radweg
Welthaus Bielefeld e.V.
Unterwegs Richtung Zukunft

Den Global Goals Radweg entdecken

Wer meine bisherigen Blog-Beiträge gelesen hat, weiß, dass mich Radfahren ungemein entspannt. Schöne Landschaften, neue Eindrücke, entspannte, oftmals leckere Zwischenstopps und natürlich die Bewegung an der frischen Luft – geht überhaupt noch mehr auf einmal? Ich will es wissen und erkunde den ca. 25 km langen Global Goals Radweg rund um Bielefeld.

Radeln mit Köpfchen auf dem Global Goals Radweg

Das klingt erstmal nicht nach einer sportlichen Herausforderung der Superlative, aber dieser Rundweg hat es in sich: Neun Stationen zu globalen Zukunftsthemen wie Nachhaltigkeit, Gerechtigkeit, Bildung und Gleichberechtigung liegen vor mir. Ich habe also die Chance, bei jeder Etappe etwas zu lernen! Da ich manchmal einfach gerne Meter machen und den Kopf freibekommen möchte, bin ich offen gestanden etwas skeptisch. Klar, diese Themen sind wichtig und interessieren mich auch, aber auf einer Radtour? Ich werde es herausfinden.

Besser spät als nie …

Mit geschmierten Broten und meinem Tourenrad Rosi (Namen für Fahrräder: albern und herzallerliebst?) steige ich morgens in Braunschweig in den RE 70 – und starte, so viel Ehrlichkeit muss sein, schon mit 20 Minuten Verspätung in mein Abenteuer. Das ist nervig, aber Personen im Gleis sind Personen im Gleis und bis die Bahn wieder freie Bahn hat, kann ich immerhin mein Buch lesen und mein Frühstück verzehren. In Bielefeld angekommen, bin ich wieder bester Dinge – und starte meine Tour am Welthaus Bielefeld.

Regionale Radtour, globaler Lerneffekt

Zunächst einmal: Was ich hier an Denkarbeit leisten muss und möchte, wird mir an anderer Stelle dankenswerterweise gleich wieder abgenommen. Denn anders als ich es von einigen meiner Ausflüge gewohnt bin, ist dieser Radweg ziemlich eindeutig und lückenlos ausgeschildert. Auch mal schön, wenn der Weg Richtung Fortschritt nicht zu komplex ist und ich ihn auch noch genießen kann: Die Route führt entlang des sogenannten Grünen Netzes rund um und durch Bielefeld und bietet bei gut befestigten Wegen eine bunte Mischung aus Wald, Wiesen, Bächen, Stadtnatur und Architektur.

Wegweiser auf dem Global Goals Radweg
Welthaus Bielefeld e.V.

Die Wegweiser erleichtern die Orientierung – einfach dem bunten Fahrrad folgen

An jeder Lernstation wird eines der neun globalen Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen erklärt und veranschaulicht – mit klassischen Infotafeln, aber auch mit sehr plastischen und beeindruckenden Installationen, Audio und mit kleinen Rätseln. Nachhaltiger Konsum, globale Zusammenarbeit, sauberes Wasser und weitere Themen werden dabei erlebbar. Egal, ob man sich mit diesen Herausforderungen schon auseinandergesetzt hat oder Neuling ist: Ich glaube, jede*r kann hier etwas mitnehmen. Wer sich darüber hinaus einen Deep Dive wünscht, kann sogar einen geführten Ausflug buchen.

Global Goals Radweg: Der Weg ist das Ziel

Mein Eindruck: Allen Stationen gerecht zu werden, ist innerhalb einer Radtour wahrscheinlich gar nicht möglich – von den zugrundeliegenden Themen und Herausforderungen natürlich ganz zu schweigen. Dennoch habe ich jede Menge Eindrücke gesammelt, Anregungen für weitere Lektüre erhalten und spannende Projekte entdeckt, von denen ich noch nie zuvor gehört hatte – somit hat der Global Goals Radweg bei mir wahrscheinlich sein Ziel schon mehr als erreicht. Zu den einzelnen Stationen möchte ich hier auch gar nicht zu viel verraten, vielmehr hoffe ich, dass die Leser*innen sich selbst auf die Radreise Richtung Nachhaltigkeit begeben …

Station auf dem Global Goals Radweg
Welthaus Bielefeld e.V.

An Station 6 lernt ihr mehr über die durchschnittliche Wassernutzung pro Tag und Kopf

Die Runde endet für mich an einer der zahlreichen kulinarischen Stationen, die natürlich auch Teil der Route sind, wenn man denn Zeit und Appetit hat: Ich treffe mich mit meiner Bielefelder Freundin Nesrin beim kleinen, feinen Eiscafé Crema Gelato, wo wir den Tag gemeinsam bei einem wohlverdienten Erdbeerbecher ausklingen lassen. Nachher werde ich Quartier auf Nesrins Sofa beziehen und morgen geht es – dieses Mal ganz ohne Verspätung – mit Rosi und der WestfalenBahn zurück nach Braunschweig.

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