Eine entspannte Fahrrad-Tour von Papenburg durchs Emsland – genau das war unser Plan für ein langes Wochenende. Silke und ich haben unsere Räder – die normalen, keine E-Bikes – in den Zug geladen und sind ganz entspannt von Hannover aus gestartet. Schon die Anreise war Teil des Abenteuers, und als wir in Papenburg ankamen, lag diese besondere Ruhe in der Luft, die man nur im frühen Frühling spürt: klar und voller Vorfreude.
Beste Idee: Das Emsland mit dem Fahrrad entdecken
Die WestfalenBahn hat uns inspiriert: Auf ihrer Seite gibt es einen Flyer mit verschiedenen Fahrrad-Routenvorschlägen durchs Emsland. Und auch auf emsland-routenplaner.de findet ihr viele Vorschläge. Die Touren sind leicht zu schaffen, wie lange man radeln möchte, kann man sich aussuchen.
Wir haben uns für den Anfang der Radsaison die „Papenburg-Tour“ ausgeguckt. Sie ist mit rund 15 Kilometern perfekt für einen entspannten Tagesausflug. Weite Landschaften, viel Himmel und diese ruhige, fast nordische Stimmung … Entspannt sind wir Richtung Aschendorf geradelt und haben die Szenerie einfach nur genossen.
Tipp: Das Emsland-Touren-Ticket
Wenn ihr zwischen Rheine und Emden wohnt, könnt ihr an Wochenenden und an Feiertagen das günstige Emsland-Touren-Ticket nutzen: Schon ab 19 Euro fahren bis zu 5 Personen inklusive Fahrrad den ganzen Tag mit Bus und Bahn durch die Region. Das ETT gibt’s 2026 vom 21. März bis zum 1. November.

Das herrschaftliche Gut Altenkamp liegt nur wenige Kilometer von Papenburg entfernt – mit dem Rad ein Katzensprung
Unser erster Stopp im Emsland: Gut Altenkamp
Als erstes sind Silke und ich an einen unserer Lieblingsorte zurückgekehrt: Wir haben Gut Altenkamp schon einmal im Sommer besucht – Zeit für ein Wiedersehen!
Schon von weitem wirkt das barocke Herrenhaus mit seiner eleganten Fassade fast ein wenig wie aus der Zeit gefallen. Wir haben gleich gemerkt: Auch im Frühling hatte der Garten eine ganz besondere Ausstrahlung – klar und ruhig, mit majestätischen Bäumen. Wir sind eine Weile durch die Anlage spaziert, haben die Stille genossen und uns gefreut, wieder hier zu sein.
Zweiter Höhepunkt: Meyers Mühle in Papenburg
Der Rückweg nach Papenburg führte uns am Volkspark Bokel vorbei, wo wir einen kleinen Spaziergang gemacht haben. Dann ging es weiter Richtung Meyers Mühle – bei dem alten holländischen Wahrzeichen mussten wir natürlich anhalten, ein toller Anblick.
Die Mühle ist ein Denkmal vergangener Zeiten, und obwohl sich die Flügel nicht drehten, hatte sie etwas sehr Lebendiges. Der Kontrast zwischen der alten Technik und der schönen Landschaft drumherum war schon faszinierend.
In der Mühle befindet sich übrigens auch die Touristeninformation, falls ihr Fragen habt oder weitere Infos braucht. Einen Abstecher könnt ihr zum Beispiel noch zur Meyer Werft machen, wo die großen Kreuzfahrtschiffe gebaut werden.

Ein echter Hingucker: Meyers Mühle, ein historisches Gebäude in Papenburg
Genussmoment im Café Stövchen
Zum Abschluss unserer Radtour haben wir uns einen Einkehrschwung gegönnt – und was für einen! Das Café Stövchen im gleichnamigen Hotel, ein liebevoll restauriertes Kapitänshaus, hat uns sofort verzaubert. Drinnen war es warm, gemütlich und ein bisschen wie eine Reise in die Vergangenheit. Bei Kaffee und einem herrlichen Stück hausgemachtem Kuchen haben wir unsere Eindrücke Revue passieren lassen.
Am Ende des Tages waren wir uns einig: Diese Tour ist auch im frühen Frühling ein echtes Erlebnis. Vielleicht gerade dann – wenn alles noch ein bisschen ruhiger ist und man die Landschaft ganz für sich hat. Für uns war es sicher nicht das letzte Mal im Emsland.
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Start der Tour:
Bahnhof Papenburg
Ganzjährig
Anreise mit dem RE15 bis zum Bahnhof Papenburg, von dort von dort Richtung Bokeler Torfweg radeln und der Route bis Gut Altenkamp/Aschendorf folgen; zurück geht es über die Emdener Straße und vorbei am Volkspark Bokel








