Roter Faden Hannover: Nanas
Lars Gerhardts / HMTG
36 SEHENSWÜRDIGKEITEN ENTDECKEN

Mein Tipp: Der Rote Faden in Hannover

Hannover ist unsere Stadt. Klar kennen wir die wichtigsten Sehenswürdigkeiten. Das Neue Rathaus, die Marktkirche, den Maschsee, die Altstadt – da waren wir natürlich schon oft. Aber den Roten Faden in Hannover? Den sind wir tatsächlich noch nie komplett abgelaufen. Also haben meine Zwillingstöchter Carla und Anna und ich beschlossen: Das ändern wir.

Der Rote Faden führt auf 4,2 Kilometern durch die Hannoveraner Innenstadt und verbindet insgesamt 36 Sehenswürdigkeiten. Eine rote Linie auf dem Gehweg zeigt uns dabei, wo es langgeht. Eigentlich ziemlich praktisch – und irgendwie auch spannend, Hannover mal (wieder) mit den Augen von Besuchern zu sehen.


Roter Faden Hannover: Frauenfüße
Lars Gerhardts / HMTG

Immer den Roten Faden entlang – da kann man sich gar nicht verlaufen

Unser Start: Hannover Hauptbahnhof

Los geht es an der Tourist Information gegenüber vom Hannover Hauptbahnhof. Wenn ihr nicht aus Hannover kommt und mit der WestfalenBahn anreist, ist das superpraktisch! Für uns ist das natürlich ein absolut vertrauter Ort. Trotzdem fühlt sich der Start ein bisschen wie der Beginn einer kleinen Städtereise an.

Das Schöne: Der Rote Faden ist wirklich nicht zu übersehen. Eine rote Linie auf dem Gehweg führt uns von einer Sehenswürdigkeit zur nächsten. Wir müssen also nur loslaufen und können uns ganz auf Hannover konzentrieren.

Roter Faden: Spaziergang von der Oper zum Aegidientor

Zunächst geht es zur Galerie Luise und weiter zum Opernhaus. Die Oper Hannover kennen wir natürlich, genauso wie das Schauspielhaus und die vielen anderen Bühnen rund um das Staatstheater Hannover. Trotzdem ist es etwas anderes, einmal ganz bewusst hier entlangzugehen und die Gebäude und Plätze auf sich wirken zu lassen.

Über die Georgstraße und den Georgsplatz führt uns der Rote Faden weiter Richtung Aegidientor. Danach kommen wir an der Aegidienkirche vorbei. Die Ruine erinnert an die Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs und ist ein Ort, an dem wir automatisch etwas langsamer werden.

Roter Faden Hannover: Leineufer und Neues Rathaus
Lars Gerhardts / HMTG

Die mächtige Kuppel vom Neuen Rathaus ist auch von weitem gut zu sehen

Geschichte pur rund um das Neue Rathaus

Weiter geht es über den Siebenmännerstein und den Theodor-Lessing-Platz zum Bogenschützen – und schließlich zum Neuen Rathaus Hannover. Für uns Hannoveraner gehört es einfach zum Stadtbild. Aber auch nach vielen Jahren finde ich die große Kuppel immer wieder beeindruckend.

In diesem Bereich liegen auch das Kestner-Museum und weitere interessante Gebäude wie das Laves Haus und das Wangenheimpalais. Auch das Landesmuseum Hannover ist nicht weit entfernt.

Wir drei folgen aber lieber dem Roten Faden. Schließlich wollen wir sehen, wohin er uns als Nächstes führt.

Roter Faden Hannover: Nanas
Lars Gerhardts / HMTG

Die Nanas der Künstlerin Niki de Saint Phalle sind immer wieder ein echter Hingucker

Weiter geht’s auf dem Roten Faden zu den Nanas

Über die Stationen am Staatsarchiv, die Waterloosäule und die Wasserkunst spazieren wir Richtung Leine. An der Brücke am Leineschloss und am Hohen Ufer angekommen, wird es richtig schön.

Und dann stehen wir vor den Nanas. Die bunten Figuren von Niki de Saint Phalle gehören für mich einfach zu Hannover. Carla und Anna kennen sie natürlich auch – aber  wenn man einmal bewusst davorsteht, entdeckt man immer wieder etwas Neues.

Der Rote Faden führt uns weiter zum Marstalltor und durch die Burgstraße. Jetzt sind wir mitten in der Hannoveraner Altstadt.

Fachwerk, Geschichte und ein kleiner Snack

Kreuzkirche, Duvekapelle, Ballhof und Historisches Museum – hier reiht sich eine Sehenswürdigkeit an die nächste. Besonders rund um den Ballhof gefällt mir die Atmosphäre. Die kleinen Straßen und historischen Häuser sind ein schöner Kontrast zur modernen Innenstadt.

Auch das Leineschloss und das Leibnizhaus am Holzmarkt liegen auf unserer Strecke. Und natürlich darf die Marktkirche Hannover nicht fehlen. Sie ist für mich eines der Wahrzeichen der Stadt und gehört zu den hannoverschen Sehenswürdigkeiten, die man Besuchern immer zeigen würde.

Roter Faden Hannover: Altstadt mit Marktkirche
Martin Kirchner / HMTG

Die Altstadt mit der Marktkirche – als Einheimischer vergisst man manchmal, wie schön Hannover ist!

Weitere Sehenswürdigkeiten: Markthalle, Kröpcke und „Unterm Schwanz“

Nach der Marktkirche führt uns der Rote Faden zum Alten Rathaus und weiter zur Markthalle. Eine gute Gelegenheit, eine Pause zu machen, etwas zu essen und einfach ein bisschen durch die Stände zu bummeln.

Danach geht es durch die Grupenstraße – und erst jetzt erreichen wir den Kröpcke. Das ist schon ein bisschen lustig: Obwohl der Kröpcke mitten im Herzen Hannovers liegt und wir hier natürlich ständig unterwegs sind, haben wir ihn auf dieser Tour ganz bewusst erst am Schluss auf dem Zettel.

Am Ende wartet noch eine typisch hannoversche Sehenswürdigkeit auf uns: „Unterm Schwanz“, das Reiterdenkmal von Ernst August. Von hier ist es nicht mehr weit bis zu unserem Ausgangspunkt am Hauptbahnhof.

Hannover entdecken macht richtig Spaß!

Auch wenn man in Hannover lebt und viele der Sehenswürdigkeiten längst kennt, lohnt sich der Rote Faden. Carla, Anna und ich haben unsere Stadt an diesem Tag tatsächlich ein bisschen neu entdeckt. Und das Wetter in Hannover hat an unserem Tag zum Glück auch mitgespielt.

Noch ein Tipp: Eine ähnliche, aber ganz andere Tour haben wir auch schon letztes Jahr gemacht – den Leibniz-Rundgang in Hannover. Auch wirklich spannend!

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