Die Idee entsteht an einem dieser noch etwas regnerischen Frühlingstage, an denen ich Lust habe, etwas Aktives zu machen – aber bitte indoor. Peine liegt von Braunschweig aus praktisch um die Ecke; perfekt für einen spontanen Ausflug. Mit der WestfalenBahn ist man in Nullkommanichts da, also habe ich keinerlei Ausreden…
Kaum ist Peine Bahnhof erreicht, bin ich zügig beim Funcenter, für das ein ehemaliges E-Center fantasievoll umgestaltet wurde. Neben der Kletterwand gibt es in dem großen Areal auch Aktivitäten wie Bowling, Billard oder Dart. Ich ahne schnell: Langeweile hat hier keine Chance!
Für diesen Ausflug habe ich Sven als Begleitung gewinnen können. Wenn es um sportliche Experimente geht, ist er meist leichter überzeugt als Sonja und steckt mich hoffentlich mit seiner Begeisterung an.
Klettern – aber als Spiel
Das Herzstück unseres Besuchs ist die sogenannte Valo Motion Kletterwand. Die sieht erstmal aus wie eine ganz normale Indoor-Kletterwand. Aber sobald das Spiel startet, verändert sich alles.
Plötzlich erscheinen auf der Wand leuchtende Punkte, Figuren oder kleine Aufgaben. Man kraxelt also nicht einfach nur nach oben, sondern hat immer eine Mission.
Je nach Spiel muss man zum Beispiel:
- bestimmte Punkte möglichst schnell berühren
- virtuellen Hindernissen ausweichen
- oder eine Route nachklettern, die sich dynamisch verändert
Das Ganze fühlt sich ein bisschen an wie eine Mischung aus Bouldern, Escaperoom-Game und Indoorspielplatz – in einer abwechslungsreichen digitalen Variante.

Stärkung gefällig? Wenn ihr vom Klettern, Dart, Billard oder Bowling wie ich ordentlich Hunger und Durst bekommt, werdet ihr hier fündig
An der Kletterwand
Ich gebe zu: Am Anfang bin ich skeptisch. Klettern ist schließlich nicht unbedingt mein Standardsport. Ich bin froh, dass ich immerhin schon zwei, drei Mal in die Sache reingeschnuppert und ein paar Grundlagen erlernt habe, aber das ist lange her… Zum Glück starten die Spiele relativ einfach und werden erst im weiteren Verlauf anspruchsvoller.
Nach zwei Runden habe ich das Prinzip verstanden:
- nicht zu lange überlegen
- einfach greifen, treten, hochziehen
- und nebenbei versuchen, Punkte zu sammeln
Sven hat indes natürlich längst angefangen, Rekorde zu jagen. Ich versuche eher, nicht wie ein Seestern an der Wand zu hängen. Aber genau das macht den Spaß aus. Man kann es locker angehen oder ehrgeizig spielen, Menschen ganz unterschiedlicher Levels kommen hier auf ihre Kosten. Spoiler in Sachen Muskelkater: Erst hinterher merke ich nach und nach, wie viel Bewegung und Kraftaufwand das Ganze bei allem Spaß ist!
Mehr als ein Kletterpark
Die Runden dauern nur ein paar Minuten. Danach kommen wir (physisch und psychisch/kompetitiv, lieber Sven!) erst mal wieder runter, lachen kurz über unsere verrückten Bewegungen und starten nach Lust und Laune in die nächste Runde.
Dadurch wirkt das Klettern hier weniger wie ein Workout und mehr wie ein Spiel. Sicher auch ein Grund, warum die Anlage im Funcenter häufig für Kindergeburtstage gebucht wird. Nächstes Mal bringe ich auf jeden Fall Emil mit! Aber auch abenteuerlustige Erwachsene und Betriebe auf der Suche nach neuen Teambuilding-Aktivitäten werden hier fündig.

Ich war dieses Mal ohne Emil unterwegs, aber falls ihr einen Kindergeburtstag während der Indoor-Saison plant: wärmste Empfehlung!
Ein Tag voller Spiele
Nach ein paar Runden an der Kletterwand brauchen wir eine Pause. Zum Glück gibt es im Funcenter genug Möglichkeiten, weiterzuspielen.
Ein Abstecher zu Billard, eine Runde Dart, später noch eine Portion Mozzarella-Sticks und ein Blick auf die Bowlingbahnen – und schon sind weitere zwei Stunden vergangen, ohne dass wir es richtig gemerkt haben.
Genau das ist wahrscheinlich der größte Vorteil solcher Orte, zumindest für Menschen wie mich: Man kann aktiv, aber eben auch gesellig und verspielt sein, ohne dass sich das Ganze (auf unangenehme Art) wie Training anfühlt.

An der Kletterwand mag bei mir noch deutlich mehr Luft nach oben als nach unten sein — aber beim Dart habe ich Sven alt aussehen lassen …
Klettern in der Nähe
Fest steht: Mit dem Jungle Adventures Funcenter hat sich Peine auf meine Shortlist für Shorttrips befördert.
Vor allem die Augmented-Reality-Kletterwand, wegen der ich die Reise angetreten habe, ist eine richtig unterhaltsame Mischung aus Spiel, Bewegung und – körperlicher wie kognitiver – Technik. Auch das weitere Angebot an Indoor-Aktivitäten, Snacks und Dschungel-Atmosphäre bringt Farbe in einen noch etwas grauen Frühlingstag.
Und wer weiß: Vielleicht entdeckt ihr ja auch euren Ehrgeiz an der Kletterwand. Sven hat jedenfalls schon angekündigt, dass er seinen Highscore noch verbessern will …
Anreise mit RE 60/RE 70 bis Peine Bahnhof, dann ca. 4 Minuten zu Fuß








