Wasser ist einfach top. Nicht nur zum Trinken und Zähneputzen, sondern auch zum Schwimmen, Planschen und reinrutschen. Wie ihr seit meinem Artikel zum H20 in Herford vielleicht wisst, bin ich riesiger Wasserrutschenfan. Im Nettebad Osnabrück war ich trotzdem noch nie. Komisch eigentlich, schließlich gibt’s dort Norddeutschlands größten Rutschenpark und die absolut verrückte Falltür-Rutsche „Sloop“, in der man mit bis zu 50 km/h durch die Röhre saust. Das crazy! Entsprechend schnell war ich überzeugt, als mein Mitbewohner Felix mir vor ein paar Monaten einen Ausflug ins Schwimmbad der Stadtwerke Osnabrück vorgeschlagen hat. Sieben Rutschen? 600 Meter Rutschenlänge? Call me in!
Auf nach Osnabrück: Das volle Programm Schwimmbad
Die Anreise war – wie immer mit der WestfalenBahn – total easy. Statt Osnabrück Hbf haben wir Osnabrück Altstadt angesteuert. Von dort waren wir in rund 20 Minuten am Nettebad. Aktuell sind allerdings Baustellen, da kann es ein bisschen anders laufen. Beim Ticket hatten wir die Wahl zwischen Erlebniswelt und Sportwelt sowie zwischen dem Basistarif für 120 Minuten und einer Tageskarte. Wir haben uns für den Basistarif für die Erlebniswelt entschieden, in dem Sportwelt und Sauna sogar inklusive sind. Zwei Stunden sollten reichen.

Nettes Bad: Das große Sportbecken lädt zum Sport ein, lässt uns aber erst einmal kalt.
Zwei Facts zum Fun: Zum einen erhalten Energiekund*innen der Stadtwerke Osnabrück mit ihrer Vorteilswelt-App 20 Prozent Rabatt auf alle Badtarife. Zum anderen gibt es wegen der Bauarbeiten rund ums Bad gerade eine Sonderaktion, bei der man zwei Stunden zahlt und drei Stunden reindarf. Ganz passend zum Nettebad finde ich das: ziemlich Nice!
Nettebad Osnabrück: Der Rutschentest beginnt
Bei uns ging es dann ganz schnell: umziehen, duschen, Rutschenturm. Wir sind ja schließlich nicht zum Spaß hier. Los ging es mit Crazy River, einer 82 Meter langen Reifenrutsche mit Ufo-Zwischenbecken. Ufo-Zwischenbecken klingt jetzt erst einmal ziemlich spektakulär, ist im Prinzip aber nur ein kreisförmiges Auffangbecken zwischen zwei Rutschenabschnitten. Spaß gemacht hat es trotzdem, vor allem weil ich darauf bestanden habe, dass Felix und ich uns einen Reifen teilen. Haha!

Nicht Felix und ich: Hier haben zwei Menschen Spaß in der Reifenrutsche „Crazy River“ (mit Ufo-Zwischenbecken).
Danach Black Hole. Dunkle Röhre, ein paar Licht- und Farbeffekte und Kurven, die man nicht unbedingt kommen sieht. Kann man machen. Bei Twist wartet dagegen ein acht Meter breiter Trichter, in dem man erst ein paar Runden dreht, bevor es weiter Richtung Auslauf geht. Hier war das Lichtspiel ganz fancy.
Die ungewöhnlichste Rutsche war für mich aber die Stand Line. Hier sitzt oder liegt man nicht, sondern rutscht auf den Füßen. Dabei ist die Rutsche selbst relativ eng, sodass man sich gut mit den Händen an den Seiten entlanghangeln kann. Ein bisschen wie Surfen mit Geländer. Cowabunga!
Und dann Sloop: Klappe auf, Luca weg
Zum Schluss kam die Rutsche, auf die ich mich am meisten gefreut hatte: Sloop. Allein das Prinzip ist leicht irre. Man steigt oben in eine Startkapsel, stellt sich auf eine Falltür und wartet. Und dann: Fällt man. Fast senkrecht und mit bis zu 50 km/h.

Links „Stand Line“, rechts „Sloop“: zwei ungewöhnliche Rutschen, an die ich mich gewöhnen könnte.
Ich gebe zu: Die paar Sekunden vor dem Start waren länger als gedacht. Dann ging die Klappe auf und ich war weg. Unten angekommen musste ich erst mal kurz klarkommen. Und lachen. Ziemlich laut sogar. Felix kam direkt hinterher und guckte ungefähr so, wie ich mich fühlte. Sloop war damit ziemlich eindeutig mein Highlight des Rutschentests.
Wer Sloop testen will, muss sich aktuell leider ein wenig gedulden. Die Freifall-Rutsche wird bis voraussichtlich Anfang November umgebaut und bleibt daher geschlossen.
Ninjacross und Sportwelt: Da geht noch was
Viel Zeit blieb uns danach nicht mehr, ein bisschen was ging aber noch. Also kurz zum Ninjacross-Parcours, wo wir uns durchs Becken hangelten, kletterten und balancierten. Aus „Wir probieren das mal eben“ wurde allerdings schnell ein kleiner Wettbewerb. Zum einen, weil es eine integrierte Zeitmessung gab, zum anderen, weil wir natürlich geborene Ninjas sind. Logo.

Hier kann man sich richtig reinhängen: Beim Ninjacross tritt man nicht nur gegen die Schwerkraft an, sondern auch gegen die Zeit.
Danach noch rüber in die Sportwelt. Ein paar Bahnen ziehen, kurz so tun, als wären wir zum ernsthaften Schwimmen hier, und zum Abschluss auf den Sprungturm. Felix sprang vor, ich setzte mit einer gepflegten Arschbombe nach. Mehr sportliche Höchstleistung war an diesem Tag nicht mehr drin.
Was bleibt: Pommes und Fazit
Was für ein Ritt! Die Zeit ist dann doch schneller vorübergegangen als gedacht. Das Saunadorf Klein Finnland mit Textil-Sauna mussten wir deshalb leider skippen. Wer jetzt unbedingt etwas zu „Luca und Sauna“ lesen möchte, kann ja in meinen Artikel zum Ishara Bielefeld oder meinen Bericht zur Friesentherme in Emden reinlesen.
Felix und ich haben uns zum Schluss noch mal ins „Nette Café“ gesetzt und uns von der „BurgerBiene“ bewirtschaften lassen. Blick auf die Erlebniswelt genießen, Pommes essen und rekapitulieren. Crazy River war ganz nett, Twist ganz fancy, Stand Line ganz schön bekloppt und Sloop ganz klar mein Favorit. Schwimmen und springen kann man im Nettebad auch ganz prima. Für Ninjacross hätte ich gern etwas mehr Zeit gehabt. Aber das kann ich mir ja vielleicht fürs nächste Mal vornehmen. Mit Tageskarte.
ganzjährig geöffnet
(an Feiertag ggf. abweichend)
Erlebniswelt: täglich 9–22 Uhr
Sportwelt: täglich 6:30–22 Uhr
Anreise mit dem RE 60 bis Osnabrück Altstadt, dann z. B. von Hasetor/Bahnhof Altstadt mit dem Bus M1 bis Wilhelm-von-Euch-Straße und von dort etwa 10 Minuten zu Fuß.








