Ein Girls-Trip nach Osnabrück – und ganz viel Vorfreude: Meine liebste Freundin Inken und ich zählen schon die Tage, denn bald steigen wir in die WestfalenBahn Richtung Osnabrück – nur wir zwei, ein kleines bisschen Abenteuer und ganz viel Kunst in Aussicht. Wenn ihr unsere Ausflüge in die Kunsthalle Emden oder die Herrenhäuser Gärten in Hannover verfolgt habt, dann wisst ihr ja: Ab und an ein Kunst-Wochenende muss einfach sein!
Osnabrück und ein paar Tage für uns
Ich liebe dieses Gefühl, wenn ein Wochenende vor einem liegt wie ein leeres Skizzenbuch. Vom Osnabrück Hauptbahnhof aus wollen wir zu unserer kleinen Pension laufen, Koffer abstellen, kurz durchatmen – und dann direkt weiter zur ARTe Kunstmesse. Ein ganzes Wochenende nur für Inspiration, Gespräche, gutes Essen und dieses besondere Kribbeln, wenn man neue Lieblingswerke entdeckt. I like!

Die ARTe Kunstmesse ist immer sehr gut besucht – wie hier im letzten Jahr
Die ARTe Kunstmesse – Moderne, Abstrakte Kunst & echte Begegnungen
Die ARTe Kunstmesse gibt es übrigens nicht nur in Osnabrück. Seit 2016 ist sie in verschiedenen deutschen Städten unterwegs und hat sich zu einer festen Größe im Kunstkalender entwickelt. Für mich gehört sie inzwischen zu den spannendsten Veranstaltungen in Osnabrück.
Was ich besonders mag: Diese Messe fühlt sich nicht elitär an, sondern offen. Zwischen 60 und 80 Aussteller*innen präsentieren hier Moderne Kunst, Abstrakte Kunst und vielfältige Positionen der Zeitgenössischen Kunst. Es ist nicht einfach nur eine Messe – es ist eine große, lebendige Ausstellung, bei der man mit Künstler*innen ins Gespräch kommt, Hintergründe erfährt, manchmal sogar eine Führung mitmachen kann oder bei einer Vernissage diesen besonderen Auftakt-Moment erlebt.
Meine persönlichen Must-Sees: Kunze, Wirbelart & Dahan
Natürlich habe ich vorab schon ein bisschen recherchiert – Vorfreude ist ja bekanntlich die schönste Freude.
• Auf meiner Liste ganz oben steht Hedwig Kunze. Ihre abstrakten Arbeiten wirken auf mich kraftvoll und gleichzeitig unglaublich feinfühlig. Ich stelle mir vor, wie ich davorstehe und denke: Wow. Genau solche Werke liebe ich – sie sagen nichts Konkretes und erzählen trotzdem alles.
• Auch Wirbelart möchte ich mir unbedingt anschauen. Der Name allein klingt schon nach Bewegung. Die Arbeiten scheinen voller Energie zu stecken, fast wie eingefrorene Dynamik auf Leinwand.
• Und dann ist da noch Driss Dahan. Seine Skulpturen interessieren mich besonders, weil sie Raum einnehmen – im wahrsten Sinne. Zwischen all den Leinwänden finde ich es spannend, wie dreidimensionale Werke eine Messe verändern.

Richtig cool: So dicht kommt man Kunstwerken und den Künstler*innen selten
Genuss, Gespräche & ein letzter Spaziergang durch Osnabrück
Nach so vielen Eindrücken brauchen wir definitiv gutes Essen. Vielleicht gehen wir in die Grüne Gans – ein Tipp von unserem Kollegen Thomas. Urig, eher mit Kneipenfeeling und deftigen Speisen: manchmal muss es doch ein guter Burger sein. Aber mal schauen, was uns über den Weg läuft.
Am nächsten Morgen wartet dann ein entspanntes Frühstück auf uns. Kein Stress, kein Zeitdruck. Vielleicht drehen wir noch eine kleine Runde durch die Altstadt von Osnabrück, lassen die Messe-Gedanken nachklingen, bevor wir zurück zum Osnabrücker Hauptbahnhof schlendern und in den Zug nach Hause steigen.
Mögt ihr auch solche Wochenenden, mit einem Lieblingsmenschen und vielen neuen Eindrücken? Vielleicht sehen wir uns ja in Osnabrück!
Anreise mit dem RE 60 bis Osnabrück Hauptbahnhof, von dort z. B. mit dem Bus 16 bis zur Haltestelle „Osnabrück Universität/Osnabrück Halle“ und dann noch ca. 3 Minuten zu Fuß








