Fahrrad fahren, Natur genießen und zwischendurch ein bisschen Geschichte entdecken: Die Salz-Wasser-Tour im Emsland ist eine entspannte Radtour für alle, die gerne Rad fahren, aber nicht unbedingt sportliche Höchstleistungen anstreben. Auf rund 35 Kilometern geht es von Salzbergen über die Ems bis nach Rheine und zum Kloster Bentlage – und später am Dortmund-Ems-Kanal wieder zurück.
Tino und ich haben die Fahrradtour von Bielefeld aus in Angriff genommen. Das Praktische: Wir mussten dafür nicht erst ins Auto steigen. Unsere Fahrräder kamen mit in die WestfalenBahn und so begann unser Ausflug schon am Salzbergen Bahnhof. Mit dem ETT ist das auch noch richtig günstig.
Tipp: Das Emsland-Touren-Ticket
Wenn ihr zwischen Rheine und Emden wohnt, könnt ihr an Wochenenden und an Feiertagen das günstige Emsland-Touren-Ticket nutzen: Schon ab 19 Euro fahren 2 Personen inklusive Fahrrad den ganzen Tag mit Bus und Bahn durch die Region. Das ETT gibt’s 2026 noch bis zum 1. November.
Mit der WestfalenBahn und Fahrrad nach Salzbergen
Am Salzbergen Bahnhof angekommen, hieß es: Fahrräder auspacken und los. Das Emsland begrüßte uns mit genau dem Wetter, das man sich für eine Radtour wünscht: angenehm und nicht zu heiß. Wobei man beim Wetter natürlich immer ein bisschen Glück haben muss.
Die Salz-Wasser-Tour ist mit rund 35 Kilometern und nur wenigen Höhenmetern eine eher leichte Fahrradtour. Wer lieber mit einem E-Bike unterwegs ist, kann die Strecke natürlich ebenfalls ganz entspannt fahren. Für uns ging es ganz klassisch mit Muskelkraft los.

Man sieht sich auf der Radtour an der Ems!
Salzbergen: Bienen, Feuerwehr und Salzgeschichte
Schon am Anfang der Tour gab es einiges zu entdecken. Ein erster kleiner Stopp führte uns zum Bienenlehrpfad in Salzbergen. Wir haben uns die Stationen und Informationen ein bisschen angeschaut, bevor es wieder weiter ging.
Salzbergen hat übrigens noch mehr zu bieten. Wer etwas mehr Zeit mitbringt, kann zum Beispiel auch das Feuerwehrmuseum Salzbergen besuchen. Dort dreht sich alles um die Geschichte der Feuerwehr und ihre technische Entwicklung. Für unsere Tour hatten wir allerdings einen anderen Plan und wollten vor allem draußen unterwegs sein.
Denn die Strecke selbst ist schon sehenswert. Immer wieder ging es durch grüne Landschaften, vorbei an Feldern und Wiesen. Und es war angenehm ruhig. Genau das mag ich beim Radfahren: Man bekommt viel mehr von der Umgebung mit als aus dem Autofenster.
Auf dem Radweg Richtung Hummeldorf
Weiter ging es auf gut befahrbaren Wegen Richtung Hummeldorf. Unterwegs kamen wir an der Soleförderanlage vorbei. Hier wird an die Salzgeschichte der Region erinnert. Das Thema zieht sich wie ein roter Faden durch die Tour – schließlich steckt die „Salz“-Geschichte ja schon im Namen.
Wir machten keinen langen Aufenthalt, sondern schauten uns die Anlage kurz an und radelten weiter. Trotzdem fand ich den Zwischenstopp interessant, weil er zeigt, dass die Landschaft, durch die man gerade fährt, auch eine spannende Geschichte hat.
Was uns auf der Strecke ebenfalls auffiel: Wir waren längst nicht die einzigen Radfahrer. Immer wieder kamen uns andere Fahrradtouristen entgegen – und viele grüßten freundlich. Mal mit einem kurzen „Hallo“, mal einfach mit einem Nicken. Kleine Geste, aber irgendwie nett!

Das Kloster Bentlage ist eine beeindruckende Anlage – und das Kloster Café einen Besuch wert
Kloster Bentlage bei Rheine: Kultur trifft Kaffeepause
Ein echtes Highlight der Radtour war für uns das Kloster Bentlage bei Rheine. Die historische Klosteranlage liegt mitten in einer schönen Landschaft und ist schon von außen einen Besuch wert. Wir hatten allerdings nicht nur Lust auf Kultur, sondern auch auf eine Pause. Also machten wir es uns im Kloster Café gemütlich.
Bei Kaffee und einem Stück Kuchen konnten wir erst einmal die Beine entspannen. Genau solche Pausen gehören für mich zu einer tollen Fahrradtour. Ein bisschen fahren, etwas anschauen, einkehren und dann wieder weiter.
Auch rund ums Kloster Bentlage gibt es übrigens mehr zu entdecken: zum Beispiel die historische Saline Gottesgabe, die an die lange Salztradition der Region erinnert. Wenn ihr mehr Zeit habt, solltet ihr hier ruhig mal länger Pause machen – es gibt viel zu sehen und zu erleben!
Am Dortmund-Ems-Kanal entlang
Wir wollten nach unserer Kuchenpause allerdings wieder weiter und sind in Richtung Dortmund-Ems-Kanal geradelt. Hier wurde es noch einmal richtig entspannt: Der Radweg am Wasser war für uns einer der schönsten Abschnitte der gesamten Tour. Bäume säumen den Weg, auf dem Kanal waren immer wieder Boote unterwegs und rundherum gab es jede Menge Grün.
Tino und ich konnten einfach nebeneinander herfahren und die Landschaft genießen. Kein großes Programm, keine Hektik – einfach Fahrrad fahren und unterwegs sein. Das ist für mich irgendwie das Schöne an einer Radtour: Man legt Strecke zurück, ohne dass es sich wie „Strecke machen“ anfühlt. Zwischendurch bleibt immer Zeit für einen kurzen Blick aufs Wasser oder eine kleine Pause.
Nach rund 35 Kilometern waren wir dann wieder am Ausgangspunkt in Salzbergen angekommen. Die Fahrräder kamen zurück in die WestfalenBahn und wir machten es uns auf der Rückfahrt nach Bielefeld gemütlich.

Allein schon der Name lädt zum Innehalten ein: die Saline Gottesgabe
Unser Fazit: Salz-Wasser-Tour? Läuft!
Die Salz-Wasser-Tour im Emsland ist eine schöne Mischung aus Natur, Geschichte und entspanntem Radfahren. Uns hat besonders gefallen, dass die Strecke nicht zu anspruchsvoll ist und trotzdem immer wieder kleine Zwischenziele bietet.
Außerdem eignet sich die Tour gut für einen entspannten Tagesausflug. Wer mit einem E-Bike unterwegs ist, hat es natürlich noch etwas leichter, aber auch ohne elektrische Unterstützung hält sich die sportliche Herausforderung in Grenzen. Passt!
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Entweder direkt in den RE15 steigen oder Anreise mit dem RE60/70 bis Rheine und weiter mit dem RE15 bis zum Bahnhof Salzbergen; von dort radelt ihr 1 Minute bis zum Starpunkt








